Blindes Basketball

November 10, 2009

eine Spielbeschreibung von Jana

Zielgruppe: Kinder und Jugendliche ab 8 Jahren

Gruppengröße: mindestens 2 Kinder

Grundregeln

Ziel des Spiels ist es möglichst viele Punkte durch Treffer an das Brett, den Ring oder durch den Korb zu erzielen. Brett gibt einen Punkt, Ring 2 Punkte und Korb 3 Punkte. Die Schwierigkeit besteht darin, dass der werfende Partner die Augen mit einem Schal oder Tuch verbunden hat und der anleitende Partner ihm erklären muss, wie er richtig steht und wirft um in den Korb mit dem Basketball zu treffen.

Janas Kommentar

Das Spiel ist voll lustig und man lernt Orientierungssinn. Dabei muss man außerdem das Vertrauen des Spielpartners zu gewinnen.


Einundzwanzig

September 1, 2009

Zielgruppe: Kinder und Jugendliche ab 8 Jahren
Gruppengröße: 3 – 6 Kinder

Grundregeln:
Hier geht es ausschließlich um den Korbwurf. Die Kinder werden fortlaufend durchnummeriert und merken sich ihre Nummer. Nun tritt die 1 an die Freiwurflinie und versucht den Basketballkorb zu treffen. Trifft sie bekommt sie zwei Punkte und wirft erneut, trifft sie nicht ist die Nummer 2 gefragt und muss den Ball so schnell es geht unter Kontrolle bekommen. Denn von dem Punkt aus, an dem sie den Ball bekommt, muss sie versuchen den Korb zu treffen. Trifft sie bekommt sie einen Punkt und darf von der Freiwurflinie versuchen zwei Punkte zu erwerfen, trifft sie nicht, sollte Nummer 3 den Ball schnell kontrollieren und versuchen den Korb von dort wo er steht zu treffen. Der Spieler, der als erster genau 21 Punkte gesammelt hat, hat gewonnen. Überschreitet ein Spieler allerdings die 21 Punkte, muss er erneut von eins anfangen.


Bankprellball

August 25, 2009

Zielgruppe: Kinder und Jugendliche ab 8 Jahren
Gruppengröße: 4 – 8 Kinder

Grundregeln:
Zwei gleichgroße Felder werden markiert, die durch eine Bank getrennt werden. Jedes Feld wird nun von einer Mannschaft bevölkert. Gespielt wird mit einem gut prellbaren Ball (etwa einem Volleyball). Der Aufschlag erfolgt wie beim Tischtennis: der Ball muss einmal im eigenen Feld und einmal im Generischen aufkommen. Dann ist es an der anderen Mannschaft den Ball anzunehmen und wieder zurück über die Bank zu spielen. Und das erfolgt so: der Ball kommt über die Bank, springt 1x auf, ein Spieler prellt ihn 1x auf, ein zweiter Spieler prellt ihn 1x auf und so weiter bis ihn jeder Spieler 1x aufgeprellt hat. Der letzte Spieler der den Ball prellt, muss ihn so spielen, dass er einmal im eingenen Feld aufkommt und dann über die Bank ins gegnerische Feld springt. Jeder Ball, der von den Gegnern nicht angenommen werden kann, von mindestens einem gegnerischen Spieler vor dem Rückschlag nicht berührt wurde oder beim Rückschlag in die Bank oder ins Aus springt, ist ein Punkt. Die Mannschaft die den Punkt macht, bekommt auch den Aufschlag. Gezählt wird bis 15 Punkte.


Find the Trace

August 18, 2009

Zielgruppe: Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren
Gruppengröße: ca. 5 Kinder (bei mehr Parallelaktion notwendig)

Grundregeln:
In der dunklen Halle werden verschiedene Geräte kreuz und quer verteilt. Ein langes Seil wird von einer bestimmten Stelle startend, über einige Geräte, unter Anderen her oder dazwischen hindurch gezogen. Die Kinder sehen diesen Aufbau nicht, sondern werden beispielsweise in der Umkleidekabine darauf vorbereitet, dass sie gleich einzeln, mit verbundenen Augen in die Halle geführt werden und ein Seil in die Hand bekommen, dem sie bis zum Ende folgen sollen ohne es loszulassen und das sie sowohl über als auch unter Dingen her müssen und die Möglichkeit besteht, dass sie sich stoßen – also vorsicht – usw. Das erste Kind wird nun in die Halle geführt und bekommt das Seil in die Hand. Ist es ca. auf halben Parcours wird erst das nächste Kind losgeschickt. In der Halle kann optional ruhige Musik laufen. Sind alle Kinder durch, dürfen sich alle den Parcours bei Licht ansehen und es wird sich darüber ausgetauscht, wie sie es erlebt haben.

Variation:

Irrwege

Von dem Hauptseil gehen andere Seile ab, die ins Leere laufen. Dies ist aber nur sinnvoll, wenn das Hauptseil auch aus kürzeren, zusammengeknoteten Seilen besteht. Sonst würde keiner den Irrseilen folgen.


The Wall

Juli 28, 2009

Zielgruppe: Kinder und Jugendliche ab 8 Jahren
Gruppengröße: 10 Kinder und mehr

Grundregeln:

Eine stabile, dicke Matte wird auf der Längsseite hochkant gestellt. Alle Kinder müssen auf einer Seite der Matte stehen und sie festhalten. Aufgabe ist es nun, dass die gesamte Gruppe über die Matte auf die andere Seite kommt. Wer einmal drüben ist, darf nicht mehr zurück. Schaffen es nicht alle Gruppenmitglieder über die Matte oder fällt diese um, ist die Aufgabe verloren und muss nochmal von vorn begonnen werden. Dieses Spiel soll vor allem dazu dienen, den Gruppenzusammenhalt zu stärken und Teamwork zu fördern.

Hinweis:

Der Übungsleiter sollte das Risko in seiner Gruppe vorher gut abwägen, da in der geringen Absicherung (nur durch festhaltende Gruppenmitglieder) zwar der Nervenkitzel des Spiels liegt, aber auch eine gewisse Verletzungsgefahr.

Variation:

Kippeln

Als Vorübung oder auch einfach nur zum Spaß ist diese Variation hübsch. Ein Kind legt sich oben auf die Mattenkante. Auf sein Zeichen lassen alle Festhalter, die Matte los, das oben liegende Kind kippt die Matte in eine Richtung und rollt sich entgegengesetzt so ab, das es auf der Matte landet. (Beliebte Übung in Kampfsportarten wie Taekwondo zum richtigen Abrollen.)


Titanic

Mai 12, 2009

Zielgruppe: Kinder und Jugendliche ab 8 Jahren
Gruppengröße: 5 – 15 Kinder

Grundregeln:
Die Taue werden ausgefahren, auf der einen Seite wird ein großer Kasten (Reling der Titanic) positioniert auf der Anderen zwei (oder mehrere) zusammengestellte, kleine Kästen (Rettungsboot). Da die Titanic den Eisberg gerammt hat, müssen alle Passagiere von Bord (hinter dem großen Kasten) und trockenen Fußes in das Rettungsboot. Dafür steht ihnen ein Tau zur Verfügung. Alle Passagiere müssen sich herüber schwingen und dürfen das Rettungsboot nicht verlassen, bis alle Passagiere von Bord und auf dem Boot sind. Berührt ein Kind das Wasser (Hallenboden) – egal ob beim Schwingen oder vom Rettungsboot fallen – müssen alle nochmal von vorn anfangen, d.h. es geht bei diesem Spiel vor allem um Gemeinschaftsbildung, Helfen und Vertrauen.

Variationen:
das Rettungsboot schrumpft
Der Schwierigkeitsgrad erhöht sich, wenn das Rettungsboot aus weniger kleinen Kästen/ nur einem kleinen Kasten besteht, oder der Abstand zwischen Titanic und Boot größer wird.

Zeitdruck
Der Übungsleiter kann den Druck etwas erhöhen, indem er die Titanic tatsächlich untergehen lässt. Dies kann entweder nur durch das setzen eines Zeitlimits geschehen, oder durch das tatsächliche Verkleinern des großen Kastens (beispielsweise nach 2 Minuten ein Kastenteil entfernen).


Schweinetreiben

April 7, 2009

Zielgruppe: Kinder und Jugendliche ab 6 Jahren
Gruppengröße: 12 Kinder und mehr

Grundregeln

Vier Bänke werden so im Quadrat aufgestellt, dass die Sitzflächen, nach innen zeigen. Die Spieler werden gleichmäßig um die Bänke herum verteilt (vier Mannschaften) und jeder bekommt einen Gymnastikball. In die Mitte des Quadrats wird nun ein Medizinball gelegt. Ziel des Spiels ist es, den Medizinball so mit den Gymnastikbällen abzuwerfen, dass er von der eigenen Bank weg und auf eine andere Bank zu rollt und sie trifft. Zu Beginn des Spiels hat jedes der vier Teams drei Leben. Jedes Mal, wenn die eigene Bank getroffen wird, wird ein Leben abgezogen. Das Spiel endet wenn eine Mannschaft kein Leben mehr hat.

Variation

weniger oder ältere Spieler

Bei weniger oder älteren Spielern ist geschickt nur zwei gegenüberstehende Bänke zu benutzen und sie gegebenenfalls mit einem größeren Abstand voneinander aufzustellen. Zum Werfen können dann auch Handbälle verwendet werden, damit sich der Medizinball bewegt.


Platz 6: Samuh

Februar 26, 2008

Zielgruppe: Kinder und Jugendliche ab 6
Gruppegröße: weniger als 15

Grundregeln:

Dieses ruhige Spiel vermittelt eine völlig neue Sinneserfahrung. Alle Kinder bekommen eine Augenbinde und bewegen sich langsam durch die Halle. Begegnen sich zwei Kinder begrüßen sie sich gegenseitig mit einem geflüsterten „Samuh?“ und gehen weiter. Ein Kind wird vom Übungsleiter ausgewählt, der Samuh zu sein. Dieser Samuh trägt natürlich ebenfalls eine Augenbinde und bleibt wenn er gegrüßt wird stumm. Bekommt ein Kind also keine Antwort auf sein „Samuh?“ hat er den Samuh getroffen, wird von ihm an die Hand genommen und bleibt ab jetzt auch stumm wenn er gegrüßt wird. Ziel des Spiels ist es, dass der Samuh alle Kinder irgendwann an seiner Kette versammelt.

Variationen:

Licht aus
Im Winter und ohne Licht ist dieses Spiel besonders interessant, vor allem, wenn die Kinder nicht schummeln und sich wirklich auf die neue Hör- und Fühlerfahrung einlassen.

kein Fangspiel
Um zu vermeiden, dass die Kinder schummeln, damit sie nicht vom Samuh „gefangen“ werden oder dass die Samuh-Kette anfängt zu laufen, um alle zu „fangen“, kann man es außdrücklich als Ziel erklären, das alle die Kette finden. So kann man den eventuell entstehenden Wettkampfcharakter mindern.


Sportspiel-Tipps to go

Februar 2, 2008

Viele von Euch werden irgendwann einen Übungsleiterschein gemacht und in dem Zusammenhang vielleicht mal ein „Wir im Sport“-Heft gesehen haben. Vielleicht bekommt ihr das Magazin sogar geschickt, guckt aber selten hinein. Das ist ein Fehler! Der Teil

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ist manchmal ein richtiges Highlight und bietet ein vollständiges Konzept für eine Übungsstunde. Besonders praktisch für stark eingespannte Übungsleiter, um wieder frische Ideen einzubringen ohne selbst stundenlang überlegen zu müssen. Manchmal reicht es schon das normale Programm mit dem interessanten Aufwärmspiel oder der entspannten Abschlussübung aus der Zeitschrift aufzuwerten, um die Gruppe neu zu begeisten.

Da kommt es gelegen, das die „Praktisch für die Praxis“ Tipps der letzten 7 Jahre auch auf der Seite des Landessportbundes NRW herunterzuladen sind! Ein kleines Minus ist nur, dass das Archiv nach Jahr und Ausgabe sortiert ist und nicht nach z.B. Titel des Praxis-Tipps. Das macht die Suche nach dem richtigen Pepp für meine Gruppe etwas mühsam. Aber wer ein wenig freie Zeit investiert und das Archiv durchforstet, wird garantiert auf ein paar Leckerbissen stoßen, die auch seiner Gruppe schmecken.


Sportspiele Top 10

Januar 22, 2008

Um langsam dem Spielesammlungscharakter, den dieses Blog auch haben soll, gerecht zu werden, haben wir keine Kosten und Mühen gescheut, um die Top 10 der beliebtesten Sportspiele 2007 im TVH aufzustellen.

In den folgenden Wochen jeweils ein weiterer Platz bekannt gegeben. Das betreffende Spiel wird natürlich ausführlich erklärt, es werden wenn möglich Varianten vorgeschlagen und weitere nützliche Tipps gegeben.

Viel Spaß damit!